Herrenhaus Gut Hasselburg
AUFTRAGGEBENDE: STAHLBERG STIFTUNG
Ort: ALTENKREMPE
Status: GENEHMIGUNGSPLANUNG
NUTZUNG: KULTUR
„Gut Hasselburg wurde 1714 bis 1722 unter dänische Sequestration gestellt (…) Nur in Verbindung mit diesen politischen Ereignissen sind die umfangreichen Bauten auf Hasselburg zu verstehen, die Dernath während seiner Besitzzeit vornahm und die das Herrenhaus zu einem unserer bedeutendsten und schönsten Bauwerke umgestaltet haben. Bis dahin stand hier die Rantzauische Wasserburg (…) ein typisch holsteinisches Doppelhaus mit vorgesetztem rundem Treppenturm.“ [1]
Das Herrenhaus wurde alsneunachsiger Bau mit einem Walmdach und einem klassizistisch übergiebelten Mittelrisalit errichtet. Die zweigeschossige Eingangshalle weist ein raumgreifendes illusionistischen Deckengemälde auf, wie es im Spätbarock typisch war. Vermutlich um 1900 wurde ein zweistöckiger Wintergarten an der Südseite des Gebäudes errichtet.
Die Stahlberg Stiftung übernimmt nun das Gebäude als neue Nutzerin. Im Barocksaal sollen demnach weiterhin klassische Konzerte für ein breites Publikum stattfinden. Parallel dazu soll das Gebäude denkmalgerecht saniert und die Haustechnik instandgesetzt werden. Hierbei wird dem gesellschaftlichen und technischen Wandel Rechnung gezollt und eine barrierefreie Erschließung sowie verbesserte Infrastruktur bereitgestellt.
[1] Henning von Rumohr, Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein, 1973, Verlag Wolfgang Weidlich, Frankfurt am Main